Alternativen zur Riesterrente
28. Juli 2010 | Beitrag von: Versicherungen-Infoportal.de | Rubrik: AltersvorsorgeDie Riester-Rente bietet gesetzlich Versicherten die Möglichkeit, Kapital fürs Alter aufzubauen und gleichzeitig staatliche Förderung zu erzielen. Trotz dieser Vorteile, die die Riester-Rente mit sich bringt, weist sie auch zahlreiche Nachteile auf, weshalb sie für immer mehr Anleger uninteressant wird. So ist die Rendite von Riester-Verträgen aufgrund ihrer Beitragsgarantie nur relativ gering, weiterhin müssen die später ausgezahlten Renten versteuert werden, ab dem Jahr 2040 unterliegt sogar der komplette Rentenbetrag der Versteuerung.
Ein weiterer Nachteil der Riester-Rente ist die eher starre Vertragsgestaltung. So sind Verfügungen während der Laufzeit ausgeschlossen, lediglich für den Bau oder den Kauf von Wohneigentum kann Kapital entnommen werden. Auch bei Ablauf des Vertrags müssen Anleger auf ihr Kapitalwahlrecht verzichten, denn die Auszahlung kann bis auf einem Betrag von 30% nur als monatliche Rente erfolgen. Bei einer eventuell vorzeitigen Verfügung hingegen müssen bereits erhaltene staatliche Zulagen oder Steuervorteile zurückgezahlt werden. Als negativ wird von vielen Anlegern auch die Tatsache empfunden, dass eine Vererbbarkeit nur an Kinder oder Ehepartner möglich ist.
Aufgrund all dieser Tatsachen suchen viele Anleger nach einer Alternative zur Riester-Rente, um die private Altersvorsorge flexibel zu gestalten. Als Alternative zur Riester-Rente kommen für sicherheitsorientierte Sparer klassische Banksparpläne, aber auch Termingeldkonten oder Tagesgeldkonten in Frage. Diese weisen allerdings eine eher geringe Rendite auf, da die Verzinsung stark an der allgemeinen Marktverzinsung ausgerichtet ist. Versicherungen wie klassische Renten- oder Kapitallebensversicherungen mit einer garantierten Grundverzinsung und der Teilnahme an Überschüssen, die von zahlreichen Versicherungen wie der AXA, der Allianz oder der Gothaer angeboten werden, können daher eine bessere Wahl sein. Für Anleger, die ihre Chancen an den Aktienmärkten nutzen wollen, stehen weitere Anlageprodukte für die langfristige Kapitalanlage zur Verfügung. So zum Beispiel die fondsgebundenen Renten- und Lebensversicherungen, aber auch klassische Fondssparpläne. Diese haben den großen Vorteil, dass die Anlage in Investmentfonds unterschiedlicher Risikokategorien erfolgen kann, auch ein Tausch der genutzten Fonds ist möglich. Fondssparpläne erlauben den Sparern zusätzlich, Sonderzahlungen einzubringen oder Teilauszahlungen zu verlangen. Diese Form des Sparens gehört daher zu den flexibelsten Sparformen.
Letztlich kann die Altersvorsorge auch durch die Schaffung von Wohneigentum ermöglicht werden. Menschen, die ihr Geld in die eigenen vier Wände investieren, müssen im Alter keine Miete mehr bezahlen und können so mit den geringen Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung auskommen.
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