Bauversicherungen | Was gibt es? Und was braucht man? – Ein Überblick
Versicherungen-Infoportal.de am 28. Juli 2010 | Rubrik: Aktuell zum Thema Versicherung, Weitere VorsorgeprodukteBeim Bau eines Hauses, beim Kauf eines Grundstücks oder bei Sanierungsmaßnahmen an Immobilien ist es notwendig, dass man über den richtigen Versicherungsschutz verfügt. Die Versicherungen, so zum Beispiel die VHV Versicherung oder die HUK 24 bieten hierfür spezielle Bauversicherungen an, die je nach Wunsch einzeln oder als Bündelversicherung im Komplettpaket abgeschlossen werden können. Bauherren und Grundstückskäufer können bei den Versicherungen auf unterschiedliche Verträge zurückgreifen, die jedoch nach den individuellen Bedürfnissen überprüft werden sollten.
Die Bauherrenhaftpflichtversicherung wird von vielen Versicherungsgesellschaften als wichtigste Bauversicherung angepriesen. Sie schützt den Bauherren vor Ansprüchen Dritter, wenn Unfälle auf der Baustelle geschehen oder Menschen bzw. Gegenstände durch Arbeiten auf der Baustelle beschädigt werden. Als Beispiele hierfür kann unter anderem der herabfallende Ziegel genannt werden, der ein an der Straße stehendes Auto beschädigt. Aber auch Passanten, die aufgrund fehlender Beschilderungen in eine Baugrube stürzen, können Schadenersatz fordern, wofür die Bauherren in vollem Umfang haften müssen. Diese Haftung kann durch Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung auf die Versicherungsgesellschaft übertragen werden, wobei Bauherren dennoch für die umfangreiche Absicherung ihrer Baustelle verantwortlich sind.
Daneben stehen Bauherren die Bauwesenversicherung sowie die Bauleistungsversicherung zur Verfügung. Sie schützen den Bauherren vor hohen Kosten, wenn bereits verbaute Materialien durch Stürme oder Hagel beschädigt werden und ausgetauscht werden müssen. Auch bei Diebstahl und Vandalismus tritt diese Versicherung ein und übernimmt die entstandenen Schäden, so dass der Bau unverzüglich fortgesetzt werden kann.
Um das noch nicht fertige Objekt bei einem eventuellen Feuer finanziell abzusichern, steht die Feuer-Rohbauversicherung zur Verfügung. Sie wird bei Finanzierungen von den Banken obligatorisch gefordert, um in derartigen Fällen die Finanzierung abzusichern. Nach Abschluss der Baumaßnahmen wandelt sich die Feuerrohbau-Versicherung in die ebenfalls notwendige Wohngebäudeversicherung, so dass ein Neuabschluss nicht notwendig wird. Die Feuerrohbau-Versicherung gilt während der gesamten Bauzeit, die bei einigen Versicherungsunternehmen aber einen Zeitraum von zwei Jahren nicht überschreiten darf.
Wer sich beim Hausbau von Freunden und Bekannten helfen lässt, sollte zudem über eine Bauhelferversicherung (Bauhelferunfallversicherung) nachdenken. Sie erweitert den ohnehin vorhandenen Versicherungsschutz, der durch die Anmeldung der Helfer bei der Berufsgenossenschaft Bau gegeben ist. Unfälle von Bauhelfern sind so abgesichert, lediglich der Bauherr und sein Ehepartner sind nicht geschützt. Eine private Unfallversicherung kann in diesem Fall eine gute Wahl sein, auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte beim Hausbau nicht fehlen, um die Finanzierung auch dann abzusichern, wenn der bisherige Verdienst durch Krankheit oder in Folge eines Unfalls nicht mehr erzielt werden kann.
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