Beamte: Private Krankenversicherung kann auch ganz schön teuer werden
12. August 2010 | Beitrag von: Versicherungen-Infoportal.de | Rubrik: KrankenversicherungWer nach erfolgreich abgeschlossener Laufbahnprüfung die Urkunde seines Dienstherren für den Beamtenstatus auf Lebenszeit ausgehändigt bekommt, ist für die Zukunft frei von jeglichen Sorgen um den Arbeitsplatz. Auch für ein gutes Auskommen nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ist durch eine gute Pension gesorgt. Mag die Umwelt mit den Beamten, oft auch zurecht, hart ins Gericht gehen, so gilt dieses negative Bild vor allem auch der Tatsache, dass Beamte das Privileg genießen, sich bei einer privaten Krankenversicherung gegen Krankheit zu versichern.
Anders als bei Selbstständigen und Freiberuflern müssen sie ihren Versicherungsschutz allerdings quasi nur ergänzen, denn der Dienstgeber erstattet ihnen im Wege der Beihilfe bis zu 60 % der Kosten für Arzt oder Krankenhaus. Dass sich die Prämie für die private Krankenversicherung für Beamte allerdings nicht nach deren Besoldung richtet, sondern nach Alter, Geschlecht, Vorerkrankung sowie Leistungsumfang, ist der wesentliche Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung. Insofern kann eine private Krankenversicherung für Beamte auch ganz schön teuer werden.
Generell sieht der Leistungsumfang einer privaten Krankenversicherung für Beamte vor, dass der Versicherte als Privatpatient beim Arzt über jede Behandlung eine Rechnung erhält und diese von der Versicherung auch erstattet wird. Gleiches gilt beim Zahnarzt, wobei dem Beamten die Kosten in voller Höhe seitens der Krankenversicherung erstattet werden, sollte dieser Zahnersatz benötigen. Als zusätzliche Versicherungsleistungen können Beamte für Krankenhausbehandlungen die Nutzung eines Zwei- oder Einbettzimmers erhalten sowie die dazugehörige Chefarztbehandlung.
Nahezu alle Versicherungen bieten den Beamten eine Beitragsrückgewähr an, sollten sie bestimmte Leistungen während eines Jahres nicht oder nur begrenzt in Anspruch nehmen, so z.B. die DBV oder auch die Barmenia Krankenversicherung. Bei der Barmenia Krankenversicherung erhalten Beamten auch dann Versicherungsschutz, sollten sie sich bis zu drei Monate im außereuropäischen Ausland aufhalten. Des weiteren besteht für Beamte die Möglichkeit ihren Versicherungsschutz zu erweitern, indem sie einen Pflegezusatztarif für eine drohende Pflege im Alter abschließen können.
Bei allen privaten Krankenversicherungen gilt hingegen in der Mehrzahl der Fälle: Keine Annahme des Versicherten ohne eine vorherige Gesundheitsprüfung. Sollten sich Anzeichen für eine chronische Erkrankung ergeben, so kann der Versicherungsschutz für dieses Krankheitsbild ausgeschlossen werden.
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