Boothaftpflichtversicherung: Was ist versichert?

Das Prinzip der Verschuldenshaftung gilt auch für Bootsführer. Wer also mit seinem Boot in fahrlässiger oder vorsätzlicher Weise anderen einen Schaden zufügt, hat dafür in voller Höhe und mit seinem gesamten Vermögen einzustehen. Um nicht durch hohe Schadensersatzforderungen finanziell ruiniert zu werden, empfiehlt sich der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. In fast allen privaten Haftpflichtversicherungen sind nur Schäden durch nicht motorisierte Boote wie Schlauchboote oder Ruderboote abgesichert. Schäden, die durch das Führen von motorisierten Booten verursacht werden, können durch eine spezielle Bootshaftpflichtversicherung reguliert werden. Diese kommt für dann für solche Schäden auf, die der Versicherte, aber auch seine Besatzung und seine Gäste, Dritten durch den Betrieb eines Bootes zufügen. Dies betrifft Personen-, Sach- und Vermögensschäden, was bei Personenschäden, beispielsweise bei verletzungsbedingter Arbeitsunfähigkeit des Geschädigten, auch die Zahlung einer lebenslange Rente beinhalten kann. Auch die Regulierung von Umweltschäden wie Gewässerschäden durch einen leckgeschlagenen Tank werden durch eine solche Versicherung abgedeckt. Eine Boothaftpflichtversicherung reguliert die berechtigten Ansprüche der Geschädigten, hilft dem Versicherungsnehmer aber auch dabei, unberechtigte Ansprüche gegen ihn abzuwehren, notfalls auch vor Gericht.

Eine Boothaftpflichtversicherung kann durch eine Auslandsklausel aufgestockt werden. Das ist dann sinnvoll, wenn ein Boot im Ausland genutzt werden soll, denn während in Deutschland der Abschluss einer solchen Versicherung freiwillig ist, ist sie in einigen europäischen Ländern, wie beispielweise in den Niederlanden, der Schweiz, in Italien und Griechenland verpflichtend. Ähnlich wie bei der grünen Versicherungskarte für ein Auto dient bei der Boothaftpflichtversicherung eine blaue Versicherungskarte als Versicherungsnachweis. In Griechenland ist das Mitführen dieser Karte sogar vorgeschrieben.

Bootsbesitzer sollten auch in Erwägung ziehen, ihre Versicherung mit einer sogenannten Mallorca-Zusatzpolice aufzustocken. Dann haftet die Bootshaftpflichtversicherung nicht nur für eigene, sondern auch für im Ausland gemietete bzw. gecharterte Boote mit einer Deckungssumme, die im Regelfall wesentlich höher ist als die in dem betreffenden Land übliche Mindestdeckungssumme, mit der gemietete Boote im Allgemeinen versichert sind.

Eine Boothaftpflichtversicherung kann bei allen namhaften großen Versicherungen oder auch bei kleineren Spezialversicherungen abgeschlossen werden, wobei ein Vergleich nicht nur zwischen den Beiträgen, sondern auch zwischen den angebotenen Leistungen sinnvoll ist. Die Wassersport- bzw. Bootshaftpflichtversicherung des ADAC beinhaltet bereits einen weltweiten Versicherungsschutz und bezieht auch eine vierwöchige Nutzung gecharterter Boote in den Versicherungsschutz mit ein. Bei anderen Versicherungen, beispielsweise dem Spezial-Yachtversicherer Schreiber Versicherungsmakler, können auch Kasko-Bootshaftpflichtversicherungen abgeschlossen werden, die dann nicht nur fremde, sondern auch eigene Schäden regulieren.


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Veröffentlicht auf www.versicherungen-infoportal.de am 24. März 2011 mit den Schlagwörtern:

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