Pferde-Versicherungen: Versicherungsbausteine im Überblick
3. August 2010 | Beitrag von: Versicherungen-Infoportal.de | Rubrik: TierversicherungPferde sind edle Tiere, die ihren Inhabern in vielen Situationen Freude bereiten. Wenn das Pferd jedoch einen Unfall verursacht, einen anderen Menschen verletzt oder selbst erkrankt, kann dies für den Halter schwer wiegende Folgen haben. Sie müssen in diesen Fällen zum einen für verursachte Schäden haften, zum anderen müssen bei Krankheiten die Kosten des Tierarztes sowie notwendiger Operationen übernommen werden. Um sich vor diesen Risiken zu schützen, bieten Versicherungen wie die Uelzener Versicherung oder die AXA Versicherung unterschiedliche Pferde-Versicherungen.
Zu den Pferde-Versicherungen gehört zum einen die Pferdehaftpflichtversicherung. Sie schützt den versicherten Halter vor den Ansprüchen Dritter, wenn ein Pferd beispielsweise den Nachbarzaun beschädigt oder einen Spaziergänger verletzt hat. Nach deutschem Recht könnten Betroffene hierfür den Halter zur Zahlung der offenen Beträge heranziehen. Da es sich, insbesondere bei Personenschäden, aber um Kosten in Millionenhöhe handeln kann, sollte eine Pferdehaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mehreren Millionen Euro abgeschlossen werden.
Zusätzlich zur Haftpflichtversicherung können Pferdehalter auch eine klassische Pferde-Krankenvollversicherung abschließen. Zu den Leistungen einer solchen Pferde-Versicherung gehören die Erstattung notwendiger tierärztlicher Behandlungen, die Kostenübernahme stationärer Behandlungen sowie die Begleichung von Arznei- und Verbandsmittelkosten. Zu beachten ist jedoch, dass nicht alle Versicherungen 100% dieser entstehenden Kosten übernehmen, oftmals wird eine Einschränkung von 60-80% dieser Kosten vorgenommen. Auch können Halter nicht bei allen Versicherungen eine freie Arztwahl nutzen. Zudem müssen Versicherte vielfach eine Wartefrist von sechs Monaten beachten, ehe die Versicherungen Leistungen übernehmen.
Pferde-Halter, die eine Krankenvollversicherung nicht wünschen, können alternativ eine Pferde-OP-Versicherung nutzen. Sie trägt jedoch ausschließlich anfallende Kosten bei Operationen oder bei stationären Behandlungen. Präventivmaßnahmen oder leichtere Erkrankungen sind hingegen nicht versichert, so dass Halter diese dennoch selbst übernehmen müssen.
Zu den Angeboten der Versicherungen gehört weiterhin die Pferdehalter-Rechtsschutzversicherung. Sie übernimmt je nach Vereinbarung den Schadenersatz-Rechtsschutz, den Steuer-Rechtsschutz vor Gericht und den Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz. Damit übernimmt die Versicherung die Kosten von notwendigen Rechtsstreitigkeiten, wobei auch in diesem Fall eine Wartezeit von drei Monaten zu beachten ist.
Komplettiert wird das Angebot an Pferde-Versicherungen durch eine Reiter-Unfallversicherung, eine Pferde-Lebensversicherung und eine Pferde-Transportversicherung. Jeder Pferdehalter kann durch diese umfangreichen Angebote die individuell notwendigen Leistungen absichern.
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